Laut einem Bericht von BroadChain hat Evgeny Gaevoy, CEO von Wintermute, am 15. März in einem Beitrag festgestellt, dass die Marktstimmung gegenüber den Aktionen der Ethereum Foundation (EF) eher von Skepsis und Abwartehaltung geprägt ist, anstatt von Begeisterung.
Gaevoy sieht darin ein Charakteristikum unserer Zeit: Die meisten Menschen nehmen sich kaum die Zeit, offizielle Verlautbarungen oder Leitbild-Dokumente gründlich zu studieren.
Er weist jedoch darauf hin, dass die EF derzeit der einzige Akteur mit den notwendigen Ressourcen und Netzwerkeffekten ist, der nicht nur die Cypherpunk-Ideale bewahren, sondern sie auch tatsächlich verwirklichen könnte.
Kurzfristig mag dies nicht direkt zu einem höheren ETH-Preis führen. Langfristig könnte es jedoch positive Auswirkungen haben – vorausgesetzt, die EF erreicht ihre selbstgesteckten Ziele und wird nicht von traditionellen Finanzinstitutionen vereinnahmt.
Gaevoy betont, wie entscheidend es sei, diesen ehrgeizigen Versuch voranzutreiben, anstatt sich ausschließlich auf finanzielle Anwendungsfälle zu konzentrieren.
Er selbst hält weiterhin ETH, vor allem aus kultureller Identifikation und wegen der Gemeinschaft – nicht aufgrund erwarteter Renditen. Zwar handelt es sich dabei aus seiner Sicht um eine „langfristige, hochriskante Wette“, doch er ist überzeugt, dass diese Kultur gesünder sei als andere „Sekten“.
