Laut Jasper De Maere, Analyst bei Wintermute, könnten die deutlichen Kursrückgänge von Krypto-Assets im Vergleich zu anderen Anlageklassen in den letzten zwei Monaten ein Grund für die derzeit beobachtbare relative Stärke sein. Dies teilte er am 5. März mit.
De Maere vertritt die Ansicht, dass sich digitale Assets grundlegend von Aktien unterscheiden. Sie werden nicht unmittelbar von makroökonomischen Narrativen wie Lieferkettenproblemen oder Energiekosten beeinflusst – ein Umstand, der sich aktuell als Vorteil erweist. Sowohl Aktien als auch Krypto-Assets entwickeln sich zunehmend zu „alternativen Risikoanlagen“.
In einer Phase, in der Unsicherheit die Kapitalzuflüsse in den Aktienmarkt dämpft, könnte ein Teil dieses Kapitals nun in digitale Assets umgelenkt werden.
Gleichzeitig warnt De Maere jedoch, dass diese Outperformance möglicherweise nicht von Dauer sein wird: Sollten geopolitische Spannungen zu weiter steigenden Energiepreisen führen, die wiederum die Inflation anheizen und die Erwartungen an Zinssenkungen dämpfen, könnte dies den Kryptomarkt unter Druck setzen. Kurzfristig bleibt der Markt daher hochvolatil; es bedarf klarerer makroökonomischer Signale für eine nachhaltige Trendwende.
