BroadChain erfährt, dass am 27. April um 18:06 Uhr der chinesische Staatsfernsehsender CCTV kürzlich einen Fall von Goldverfälschung aufgedeckt hat, der eine neue Betrugsmethode mit dem Metall Rhenium offenbart. Ein Juweliergeschäft in Changxing, Huzhou, Provinz Zhejiang, kaufte letztes Jahr eine Goldkette von einem Verkäufer. Traditionelle Tests wie optische Prüfung, Erhitzen und Wiegen zeigten keine Auffälligkeiten, aber ein erfahrener Handwerker bemerkte nach dem Durchschneiden eine raue Bruchstruktur, die nicht typisch für reines Gold ist. Nach Einschaltung der Polizei wurden in einer Werkstatt in Wuhu, Provinz Anhui, zwei Hauptverdächtige festgenommen; der Schadenswert übersteigt 800.000 Yuan.
In der Werkstatt wurde ein silberweißes Pulver gefunden – Rhenium, das 75. Element im Periodensystem. Seine Dichte ist fast identisch mit der von Gold, aber der Schmelzpunkt ist dreimal höher, sodass traditionelle Methoden wie Erhitzen und Wiegen es nicht unterscheiden können. Song Jiangzhen, Direktor des Southern Gold Market Research Center in Guangdong, wies gegenüber CCTV darauf hin, dass Rhenium und Gold im Periodensystem nur vier Plätze auseinander liegen, ihre Spektralsignale sich überschneiden und gewöhnliche Detektoren leicht falsch interpretieren. Seit 2024 sind ähnliche Fälle in Xiangtan (Hunan), Hebi (Henan), Quanzhou (Fujian), Shanghai, Chongqing und Ningbo (Zhejiang) aufgetreten. Die Quanzhou Gold- und Silber-Schmuckvereinigung berichtet von anhaltenden Beschwerden, wobei die Methoden immer raffinierter werden.
Derzeit liegt der Goldpreis bei über 1.000 Yuan pro Gramm, während Rheniumpulver online nur einige Dutzend Yuan pro Gramm kostet – ein enormer Preisunterschied bei gleichzeitiger schwieriger Erkennung. Ein Recyclinghändler in Quanzhou verriet, dass früher körniges Rhenium zur Verfälschung verwendet wurde, heute jedoch feines Pulver wie Mehl, das nach dem Einschmelzen in Gold keine äußerlichen Unterschiede aufweist – selbst der Händler selbst wurde mehrfach betrogen. E-Commerce-Plattformen verkaufen offen "Rheniumpulver" mit der Kennzeichnung "feuerbeständig und spektraltauglich" sowie "Goldgewicht erhöhend". Verkäufer empfehlen, 20 % bis 23 % Rhenium beizumischen, um handelsübliche Spektrometer zu umgehen. Hochreines Rheniumpulver wird zwischen 29 Yuan und 150 Yuan pro Gramm angeboten; der Verdächtige im Fall Changxing gab an, die Beschaffungskosten lägen bei etwa 100 Yuan pro Gramm.
Tests der Marktaufsichtsbehörde von Shaoxing zeigen, dass hochpräzise importierte Spektrometer die Signale von Rhenium und Gold trennen können, was jedoch das Einschmelzen und die Einsendung an autorisierte Labore erfordert. Normale Juweliergeschäfte können sich dies kaum leisten. Brancheninsider weisen darauf hin, dass die Verfälschung mit Rheniumpulver kein Einzelfall mehr ist, sondern eine systemische Schwachstelle darstellt, die eine Verschärfung der Regulierung und technologische Innovationen in der Detektion erfordert.
