BroadChain erfuhr, dass der überarbeitete Entwurf des US-Senatsgesetzes zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte – der sogenannte „Clarity Act“ – am 24. März erstmals öffentlich zugänglich gemacht wurde. Bestimmungen zu Erträgen aus Stablecoins sorgen darin für Besorgnis in der Branche.
Die aktuelle Version, vorangetrieben von den Senatoren Angela Alsobrooks und Thom Tillis, verbietet Erträge, die allein durch das Halten von Stablecoins entstehen. Zudem schränkt sie jegliche Regelungen ein, die Zinserträgen aus Bankguthaben ähneln. Erlaubt sind ausschließlich Belohnungsprogramme, die auf der Nutzeraktivität mit Stablecoins basieren – nicht jedoch auf dem bloßen Kontostand.
Die Bankenbranche hatte zuvor darauf gedrängt, dass Stablecoin-Belohnungen nicht mit verzinslichen Einlagen vergleichbar sein dürfen. Solche konkurrierenden Produkte könnten das Bankwesen schwächen und die Kreditvergabe beeinträchtigen. Branchenkenner aus dem Kryptosektor kritisieren diese Bestimmung hingegen als zu eng gefasst und unklar formuliert.
Eine Version dieses Gesetzes war bereits im Repräsentantenhaus verabschiedet worden; zudem hat der Agrarausschuss des Senats den Entwurf bereits geprüft und gebilligt. Bevor der Entwurf in eine endgültige, konsolidierte Fassung übergehen kann, muss nun noch der Bankenausschuss des Senats eine Anhörung durchführen.
Weiterhin bestehen Uneinigkeiten bezüglich anderer Klauseln des Gesetzes. Dies betrifft insbesondere die Regulierung des DeFi-Marktes (Decentralized Finance) sowie das Verbot, dass hochrangige Regierungsbeamte persönliche Gewinne aus der Kryptoindustrie ziehen dürfen.
