BroadChain News, 25. April, 18:23 Uhr – Laut CoinDesk können Quantencomputer zwar den Mining-Mechanismus oder das Blockchain-Hauptbuch von Bitcoin nicht durchbrechen, aber sie könnten mithilfe des Shor-Algorithmus die elliptische Kurvenverschlüsselung (ECC) knacken, die das Eigentum an Wallets schützt. Derzeit sind etwa 6,9 Millionen BTC (etwa ein Drittel des Gesamtangebots) potenziell gefährdet, da ihre öffentlichen Schlüssel bereits auf der Chain sichtbar sind, darunter rund 1 Million frühe Bitcoins, die Satoshi Nakamoto gehören; auch Transaktionen, die nach dem Taproot-Upgrade von Ethereum im Jahr 2021 generiert wurden, sind aufgrund der Offenlegung öffentlicher Schlüssel exponiert.
Seit 2018 unterhält Ethereum einen offiziellen Post-Quantum-Migrationsplan mit vier Vollzeit-Teams und über zehn unabhängigen Entwicklergruppen sowie einer speziellen Fortschritts-Website pq.ethereum.org. Im Gegensatz dazu fehlt Bitcoin eine einheitliche Quantum-Resistenz-Roadmap: Bestehende Vorschläge wie BIP-360 und das Erkennungsframework von BitMEX Research haben keine breite Unterstützung von Kernentwicklern erhalten. Bitcoin-Befürworter Nic Carter bezeichnete die Quantum-Vorbereitung von Bitcoin als „am schlechtesten“, und Blockstream-CEO Adam Back räumte ein, dass aktuelle Quantensysteme noch auf Laborumgebungen beschränkt sind, stimmte jedoch zu, dass proaktiv optionale Upgrade-Mechanismen bereitgestellt werden sollten.
Analysten weisen darauf hin, dass die dezentrale Governance-Kultur von Bitcoin die Koordination groß angelegter Sicherheits-Upgrades außergewöhnlich schwierig macht, insbesondere die Lösung historischer Probleme (wie der Umgang mit Satoshis Beständen) ist besonders heikel. Ein entsprechendes Google-Papier warnt, dass das Fenster für wirksame Gegenmaßnahmen bereits geschlossen sein könnte, sobald ein Quantenangriff Realität wird.
