Laut einem Bericht von The Block hat Lido am 25. März seine Gesamteinnahmen für das Jahr 2025 mit 40,5 Millionen US-Dollar angegeben. Das entspricht einem Rückgang von 23 % gegenüber den 52,4 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2024. Der Bruttoertrag sank im Vergleich zum Vorjahr um 18,2 %. Hauptgrund dafür waren Kapitalabzüge durch Nutzer, die zu einem Nettoabfluss an gestakten Mitteln und sinkenden Staking-Erträgen führten.
Lido weist darauf hin, dass sich der Ethereum-Staking-Markt im Jahr 2025 strukturell verändert hat: Die Netzwerk-APR (Annual Percentage Rate) wurde gesenkt, Kapital floss von einfachen Liquid Staking Tokens (LSTs) zu Börsen und institutionellen Staking-Anbietern ab. Der zunehmende Wettbewerb hat zudem die Marktposition von Lido in seinem Kernsegment geschwächt. Das Protokoll bestätigt, dass sein Marktanteil schrumpft und der Anteil einfacher LSTs am gesamten gestakten Volumen kontinuierlich zurückgeht.
Derzeit prüft Lido einen LDO-Rückkaufplan, der möglicherweise im zweiten Quartal 2026 starten könnte. Geplant ist, mit einem Teil der vom Protokoll generierten Staking-Belohnungen LDO auf dem öffentlichen Markt zurückzukaufen. Diese Token sollen dann zusammen mit den vom DAO gehaltenen LDO sowie wstETH in Liquiditätspositionen eingebracht werden. Bereits im August 2025 hatte das Protokoll 15 % seiner Belegschaft entlassen, um seine langfristige Nachhaltigkeit zu sichern.
Für das Jahr 2025 kündigte Lido neue Dienstleistungen an, die über sein Kern-Staking-Produkt hinausgehen. Diese richten sich gezielt an institutionelle Anleger sowie an Nutzer, die nach höheren Erträgen streben. So gab Lido bekannt, dass WisdomTree – ein Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von 140 Milliarden US-Dollar – in Europa ein auf Ethereum basierendes Exchange Traded Product (ETP) eingeführt hat, das über das dezentrale Lido-Protokoll Staking-Belohnungen generiert.
