Grayscale hat am 20. April seine S-1-Anmeldung für den Hyperliquid ETF geändert und den Verwahrer von Coinbase auf Anchorage Digital Bank umgestellt. Diese Änderung geht über routinemäßige Betriebsanpassungen hinaus, da Coinbase Custody Trust Company derzeit der Hauptverwahrer für fast alle US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs ist. Dessen Ersetzung ist ein deutliches strategisches Signal.
Anchorage ist die erste bundesweit konzessionierte kryptonative Bank in den USA und verfügt über die Qualifikation als qualifizierter Verwahrer, die von der OCC verliehen wird, was Coinbase nicht hat. Die Wahl von Anchorage zeigt, dass Grayscale regulatorische Strukturen priorisiert, anstatt die bestehende ETF-Verwahrungsinfrastruktur aus Bequemlichkeit beizubehalten. Anchorage ist eine reine Verwahrungsbank ohne Einzelhandelshandelsplattform und kann Interessenkonflikte vollständig vermeiden.
Der Kern dieses Wechsels des Verwahrers liegt darin, ob durch die Einführung eines bundesweit konzessionierten Bankverwahrers die regulatorische Position von Grayscale bei der SEC verbessert werden kann, insbesondere da die zugrunde liegende Perpetual-Contract-Plattform der vom Fonds gehaltenen Vermögenswerte derzeit für US-Benutzer eingeschränkt ist. Andere HYPE-ETF-Antragsteller, einschließlich 21Shares, haben ebenfalls Anchorage als Verwahrer benannt, was zeigt, dass Emittenten allgemein davon ausgehen, dass die OCC-Konzession bei der SEC-Prüfung Gewicht hat.
Die Staking-Funktion des Fonds bleibt die größte unbestimmte regulatorische Variable, und die Anmeldungsunterlagen machen deutlich, dass eine separate Genehmigung der SEC erforderlich ist. Darüber hinaus wird, ob diese Änderung von der SEC als wesentliche Aktualisierung angesehen wird und somit die Prüfungsuhr zurückgesetzt wird, den endgültigen Genehmigungszeitplan direkt beeinflussen.
