BroadChain erfuhr, dass ein Kompromissvorschlag US-amerikanischer Senatoren zur Renditekomponente des „Clarity Act“ diese Woche bei CoinDesk veröffentlicht wurde und in der Kryptobranche auf ein geteiltes Echo stieß.
Coinbase hat den Mitarbeitern der Senatoren seine Unzufriedenheit mit dem aktuellen Kompromisstext mitgeteilt, jedoch noch keine öffentliche Stellungnahme dagegen abgegeben.
Der Vorschlag war zuvor Branchenvertretern vorgelegt worden; einige zeigten sich verärgert, andere bewerteten das Ergebnis als besser als erwartet.
Der Entwurf sieht vor, dass bestimmte Aufsichtsbehörden Regeln erlassen, um die Regulierung renditeorientierter Aktivitäten zu klären. Branchenvertreter befürchten jedoch, dass die Behörden dabei subjektive Maßstäbe anlegen könnten.
Zudem könnte der Text Unternehmen daran hindern, Belohnungen an das Handelsvolumen von Stablecoins zu knüpfen.
Während einer Branchen-Telefonkonferenz diese Woche gab es zwischen Coinbase und anderen Akteuren Differenzen: Einige Unternehmen halten den Verzicht auf bestimmte Stablecoin-Belohnungen für zu kostspielig, während andere den Scheitern des „Clarity Act“ als das größere Risiko für den gesamten gesetzlichen Rahmen der Kryptobranche einschätzen.
Bereits zuvor hatten Meldungen über diesen Kompromissvorschlag Marktreaktionen ausgelöst: Der Aktienkurs von Circle brach am Dienstag um 20 Prozent ein.
Patrick Witt, Kryptoberater des Weißen Hauses, kritisierte entsprechende Prognosen als „uninformiert“ und meinte: „Alles wird sich einpendeln.“ Der finale Text soll voraussichtlich am Wochenende oder Anfang nächster Woche veröffentlicht werden.
