Das Aave-Protokoll steht aufgrund eines Sicherheitsvorfalls unter einem Druck von über 230 Millionen US-Dollar an faulen Krediten. Sein Collector-Vertrag hält mehr als 200 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln, während LayerZero kürzlich eine Finanzierungsrunde von 120 Millionen US-Dollar abgeschlossen hat. Beide haben die Fähigkeit, Entschädigungen zu leisten. Doch fast zwei Tage nach dem Vorfall haben sich beide Seiten noch nicht öffentlich zur Verantwortung für die Vermögenswerte geäußert. In dieser Zeit hat das TVL des Aave-Protokolls 8,45 Milliarden US-Dollar verloren, und das gesamte TVL des DeFi-Ökosystems ist um 13,2 Milliarden US-Dollar geschrumpft, wobei die Zahlen weiter steigen.
Dieses Schweigen und Spiel führt zu einer beschleunigten Kapitalabwanderung. Viele Nutzer ziehen nicht nur Gelder aus Aave ab, sondern beginnen auch, Gelder aus Spark und anderen DeFi-Protokollen abzuziehen. Dies ist kein panikartiger Verkauf, sondern eine klare Abstimmung über das Fehlen von Verantwortung im Ökosystem – wenn nicht einmal ein Problem von 260 Millionen US-Dollar von jemandem gelöst werden will, wird die Vertrauensbasis verschwinden. Sobald das Kapital abgezogen ist, könnte es dauerhaft verloren sein.
Der Gründer von IOSG erinnerte an die Reaktion der MakerDAO-Community während der "312"-Krise im Jahr 2020: Damals schlug die MKR-Stiftung aktiv vor, Token zu versteigern, um ETH zurückzukaufen und die faulen Kredite auszugleichen. Große Community-Mitglieder beteiligten sich aktiv und zeigten Verantwortung und Handlungsfähigkeit in der Krise. Im Gegensatz dazu ist das aktuelle Schweigen der verschiedenen Seiten besorgniserregend. Dies betrifft nicht nur Aave, sondern auch Spark, MakerDAO und das gesamte Ethereum DeFi-Ökosystem sollten sich koordinieren, sonst wird der Vertrauensverlust zu einer Neubewertung des TVL der gesamten Branche führen.
Die Zeit ist äußerst knapp. Aave könnte vollständig eine erste Zusage zur Absicherung machen, um die Marktstimmung zu stabilisieren, und dann konkrete Pläne koordinieren. Wenn die Projektseite weiterhin schweigt, müssen sogar Schlüsselfiguren wie Vitalik Buterin eingreifen, um dem Markt ein klares Signal zu geben, dass "das Problem definitiv gelöst wird". Jede weitere Stunde des Schweigens führt zu mehr dauerhaftem Kapitalverlust. Öffentliche Kommunikation und klare Stellungnahmen sind der einzige Weg, um eine Ausbreitung der Krise zu verhindern.